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Das Buch in der Krise
Oft schon wurde dem geschriebenen, besser dem gedruckten Wort, vor allem in Buchform, der Tod prophezeit. Anfangs sollte der Teletext das Medium total ablösen, danach der Computer und das Internet, nun sind es die e-Books, die endgültig den Sargnagel für das Buch darstellen sollen.
Bewahrheitet hat sich davon herzlich wenig und dabei wird es wohl auch jetzt bleiben. Das Buch ist nicht tot zu kriegen.
Allerdings gibt es Unterarten der Lesewerke, die mittlerweile tatsächlich zu den bedrohten Spezies gezählt werden dürfen.
Es sind dies gerade solche Werke, bei denen Aktualität und Interikonizität gefragt sind. So werden viele öffentliche Bücher, wie das Grundbuch oder das Firmenbuch zwar noch als solche betitelt, sind aber de facto schon längst komplett elektronisch archivierte Datensätze. Kein Wunder, denn sie müssten als „echtes“ Buch ja eigentlich mehrmals täglich neu gedruckt werden, um halbwegs aktuell zu bleiben. Zudem kann man mit Verlinkungen viele Abfragen deutlich schneller und meist auch günstiger durchführen.
Ein weiteres Buch, das zwar nicht ganz so aktuell sein muss, ist das Telefonbuch oder noch spezieller das Firmenregister desselben, die Gelben Seiten.
Sie sind wirklich bedroht, gänzlich von der eigenen Online-Version oder einfach von Suchmaschinen abgelöst zu werden, zumal die dann auch gleich nähere Informationen zu den Betrieben bereit stellen und so einfach viel besser und praktikabler handhabbar sind.
Die einzige Möglichkeit, das Geschäft mit den gedruckten Gelben Seiten halbwegs verlustarm durchzuführen, wäre wohl eine Art Suchmaschinen Optimierung -um im Computer-Jargon zu sprechen.
Es bedürfte irgendeiner Innovation, die das gedruckte Werk wieder praktischer als irgendwelche Onlineangebote macht, was allerdings schwer vorstellbar ist und wohl lediglich durch Zusatzservices realisierbar wäre. Eben ein entsprechender Onlineauftritt oder vielleicht auch spezielle Dienste, die es zum Beispiel vom Mobiltelefon aus leicht abrufbar machen.
Zumindest in diesem Metier hat das Buch wohl den Kampf tatsächlich verloren.